"Unsere Schule ist unsere Sache" - Kinder reden mit!

Wie soll unsere Schule sein?
Wie soll unsere Schule sein?

Für unsere Erziehungsvereinbarungen brauchen wir drei Partner : die Eltern, die Lehrer und natürlich die Kinder. Darum gibt es mittlerweile eine Klassensprecherversammlung an unserer Schule. Es gibt schließlich auch eine Lehrerkonferenz und eine Schulpflegschaft.

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir tagen regelmäßig und bleiben im Gespräch

Mittlerweile treffen sich Klassensprecher und Schulleiter etwa alle zwei Monate regelmäßig. Protokoll und Rednerliste führen die Kinder. Besprechungspunkte schlagen Kinder oder Herr Steuwer als Schulleiter vor.

Im April 2008 wird gerade ein sehr wichtiges Thema besprochen. Darf man in der Schule türkisch sprechen oder nicht. Die Kinder tauschten sehr fair unterschiedliche Standpunkte aus. Die Gespräche waren gegenseitig respektvoll und es gab Verständnis für beide Standpunkte. Manchmal schlugen zwei Seelen in ein und der selben Brust.

Ihre Ideen und Meinungen schrieben die Klassensprecher auf rote und grüne Nein- oder Ja- Zettel. Am Ende gab es gleich viele Argumente dafür und dagegen.

Klar ist : Im Unterricht sprechen wir überhaupt nicht türkisch, außer es ist Türkischunterricht.

In der Pause gibt es schon mal Streit, wenn Kinder durch eine Sprache andere Kinder ausschließen. Aber es gibt auch Kinder, die noch nicht so gut deutsch sprechen und sich in ihrer Muttersprache sicherer fühlen.

In einem sind sich alle einig. In Deutschland müssen wir gut deutsch sprechen können, egal welche Sprache wir zuerst gelernt haben. Und: Eine andere Sprache zu können ist fast genauso wichtig, egal ob englisch, türkisch, bosnisch oder spanisch.

 

 

Türkisch in der Schule - Nein!
Türkisch in der Schule - Nein!
Türkisch in der Schule - Nein!
Türkisch in der Schule - Nein!
Türkisch in der Schule - Nein!
Türkisch in der Schule - Nein!
Türkisch in der Schule - Ja!
Türkisch in der Schule - Ja!
Türkisch in der Schule - Ja!
Türkisch in der Schule - Ja!
Türkisch in der Schule - Ja!
Türkisch in der Schule - Ja!

Weniger Streit in der Schulhofpause!

Im November 2009 sammelten die Klassensprecher aller Klassen gemeinsam mit Herrn Steuwer, dem Schulleiter, Ideen, wie die Kinder in der Hofpause Streit besser vermeiden oder regeln können.

In einem waren sich alle einig: Wenn wir mehr Spielmöglichkeiten haben, können Kinder leichter Streit aus dem Wege gehen. Gleich mehrere Wünsche mussten gemeinsam unter einen Hut gebracht werden. Die Fußballkinder brauchen mehr Zeit und Platz, dürfen aber nicht anderen Kindern den Raum nehmen. Die anderen Kinder müssen mehr Spielangebote haben.

Es wurden etliche Ideen gesammelt, die nun in die Klassen getragen werden sollen:

Die Fußballzeiten sollen eingeschränkt bleiben, es soll aber jeden Tag eine Fußballzeit geben. Zu dem Kleinkinderspielplatz neben der Turnhalle soll ein Seilchenhüpfspielplatz hinter dem Zaun neben dem Lehrerparkplatz kommen.

Fußball darf nur auf dem Asfalt gespielt werden, auf den beiden Spielfeldern oder auf eigenen gebauten Spielfeldern. Auf dem Rasenspielplatz spielen die Kinder, die gerne klettern wollen. Für den Sandkasten der Sprunggrube soll Sandspielzeug angeschafft werden.

Außerdem erhalten die Klassensprecher für ihre Klassen zum Teil größere Halt-keine-Gewalt-t-Shirts und jede Klasse bekommt für die Pausenspielkiste neue Spielmaterialien.

Jetzt müssen die Ideen mit den Klassenlehrern und den anderen Kindern in der Klasse besprochen werden.

 

 

 

 

Das bunt bemalte Klettergerüst gehört mit dem neu gestalteten Spielhügel und dem Spielschiff auf dem Spielplatz der Kleinen zu den Ideen, die durch Einsatz der Klassensprecher im Jahr 2008 geschaffen wurden.

Kinder helfen Kindern

Ein Protokoll, das auch Erstklässler verstehen
Klassenraum in der mexikanischen Dorfschule
Die ersten Bücher zur Ausleihe
Der Anfang einer kleinen Bücherei

Im Dezember 2010 haben die Klassensprecher Ideen gesammelt, wie wir Kindern helfen können, denen es nicht so gut geht. 

Herr Steuwer hat daran erinnert, dass weiterhin gefundenes Geld im Büro abgegeben werden soll. Das spenden wir immer zum Martinstag der Kirchengemeinde St.Elisabeth. In diesem Jahr können von den ehrlich gefundenen und abgegebenen 75 Euro zwei Winterjacken für Kinder aus Armutsverhältnissen in unserem Stadtteil gekauft werden.

Gute Ideen hatten die Kinder als es darum ging, einer armen mexikanischen Dorfschule zu einer kleinen Bücherei zu verhelfen und einem Kinderkrankenhaus in Nicaragua Spielzeug zur Verfügung zu stellen.

Vor Weihnachten soll Herr Steuwer in einem Elternbrief die Eltern informieren, die Kinder können in einem Sparschwein im Büro für spanische Bücher spenden oder Buchspenden und Plastikspielzeug abgeben.

Die Klassensprecher kümmern sich darum, dass alle Kinder der Schule davon erfahren.

Durch den Einsatz von Groß und Klein kamen schließlich mehr als 400 Euro zusammen, die der mexikanischen Schule gespendet werden konnten.

Aktionen gegen Gewalt

Die Klassensprecher berieten im Februar 2012 über Aktionen gegen Gewalt auf dem Schulhof. Die im Protokoll gesammelten Vorschläge wurden mittlerweile auch von der Lehrerkonferenz einstimmig begrüßt und sollen angewendet werden.

 

Erstes Klassensprechertreffen im Schuljahr 2014/2015

Alle Klassen haben inzwischen ihre Klassensprecher gewählt. Beim Treffen kurz vor den Herbstferien hat der Schulleiter mit den Kindern über drei Dinge gesprochen:

Die Zweitklässlern hatten sich höflich beschwert, dass sie es ungerecht finden, dass sie so selten in der ersten Pause Fußball spielen dürfen. Ein anderer Fußballplan für die Pause bedeutet aber, dass die großen eine Pause abgeben müssten. Darüber müssen die Großen nun beraten. Eine vierte Klasse hat sich schon bereit erklärt, eine Fußballpause mit den Kleinen zu tauschen.

Herr Steuwer will aus dem Geld der Schule jeder Klasse etwas geben, was die Kinder sich wünschen. Die ersten Klassen haben bereits ihre Wünsche mitgeteilt.

Im Schulhaus sollen noch weitere Sprüche an die Wände gemalt werden. Dafür dürfen und sollen Kinder Vorschläge für passende Bilder dazu machen.

Die Klassensprecher haben für ihre Ideen einen eigenen Briefkasten vor dem Büro von Herrn Steuwer, weil er nciht immer Zeit für sie hat.