Kulturtour in die Salvatorkirche

Ende Januar 2018 stand der Besuch der Salvatorkirche im Rahmen der Kulturtouren an.

Der Kirchenführer begrüßte die Kinder in der evangelischen Kirche. Danach ging es in einer abwechslungsreichen 45minütigen Entdeckungstour durch die Kirche um interessante Orte wie das Taufbecken, den Altar, die Kanzel, die herrlichen bunten Kirchenfenster und das kunstvolle Gewölbe der Kirche.

Die Salvatorkirche ist eine hohe, gotische Kirche mit spitz zulaufenden Bögen. Die Kinder probierten mal aus, wie bei einer romanischen Kirche und bei einer gotischen Kirche die Säulen das Kirchendach tragen.

Sie erfuhren, dass Duisburgs bekanntester Wissenschaftler, Gerhard Mercator in der Kirche beerdigt wurde. An ihn erinnert eine Gedenktafel mit seinem Lebenslauf in lateinischer Sprache.

In den Kirchenfenstern erkannten viele Kinder Geschichten aus der Bibel, die sich auch im Koran finden. Da ging es dann zum Beispiel um Abraham, der von Gott aufgefordert wurde, seinen Sohn zu opfern und dem ein Widder geschickt wurde. Nachdem Gott erkannte, dass Abraham ihm gehorchte, blieb der Sohn am Leben und jener Widder wurde geopfert. Die Geschichte findet sich auch im heiligen Buch der Muslime. Dort heißt Abraham Ibrahim.

Die Kirchturmspitze hat sich im Laufe der Zeit mehrfach verändert. Im Mittelalter war es eine spitze Zipfelmütze. Aber bei einem Gewitter schlug der Blitz ein und die Kirchturmspitze brannte ab. Danach setzen die Duisburger eine kleine Kuppel als Spitze auf den Kirchturm. Eine zeitlang wurde die Kirche auch gar nicht mehr als Kirche genutzt, ja sie war sogar für eine kurze Zeit ein Pferdestall.

Aber die Duisburger wollten ihre alte Salvatorkirche wieder zurückhaben und um 1900 haben sie die Kirche noch einmal so hergerichtet wie sie ganz am Anfang war. Also auch wieder mit dem spitzen Kirchturm.

Im Krieg vor mehr als 65 Jahren wurde die Kirche dann von Bomben getroffen und die Kirchturmspitze brannte ein zweites Mal ab. Danach haben die Duisburger gar keine Spitze mehr auf den Kirchturm gesetzt. So erinnert die schönste Duisburger Kirche ohne Kirchturm auch daran, wie schrecklich Kriege sind und dass so etwas nie wieder geschehen darf.