
Nach dem Besuch der Galerie im Schloss Oberhausen lernten die Kulturforscherkinder im Schuljahr 2011/12 im Museum Küppersmühle nach Keith Haring weitere moderne Künstler kennen.
Wieder musste die Gruppe der kleinen Kulturforscher geteilt werden, da nur eine Führung mit Workshop angeboten wurde. So kamen die 20 Drittklässler zuerst an die Reihe, die 20 Viertklässler folgen dann einige Tage später.
Trotz des langen Schultages - immerhin endete das Programm erst gegen 16.00 Uhr - waren die Kinder mit Neugier, Eifer und Kreativität dabei. Und es gab ja auch so viel Interessantes zu entdecken: Da war zuerst das wunderschöne aus rötlichem Beton gegossene Treppenhaus, das sich schneckenförmig nach oben schlängelt.
In der ersten Stunde ging es um Georg, einen Künstler, der auf die Ideen kam, seine Bilder verkehrt herum zu malen. Manch ein Kind stellte sich breitbeinig vor die riesigen Bilder von Georg Baselitz und schaute durch die eigenen Beine auf seine Gemälde, um so sehen wie sie denn anders herum aussehen.
Die ungewöhnlichen und farbkräftigen Bilder mit den roten Nasen eines der bekanntesten deutschen Nachkriegsmaler inspirierten die Kinder zum Nachdenken: "Jetzt sitzen wir eigentlich auf der Decke. Der ganze Raum ist anders herum und wir kleben fest damit ir nicht herunterfallen."
"Der hat aber dicke Pinsel genommen und kräftige Farbe. Der hat gar nicht fein gemalt, ganz wild und irgendwie doch lustig.
In der zweiten Stunde führte uns die Museumspädagogin zu den Bildern von Karl Otto. Kaum zu glauben! Der malte seine Bilder mit dem Besen. Und manchmal nahm er auch gleich beide Hände zu Hilfe. Zu ganz seltsamer und schräger Musik wurden laute und leise Töne vor den Bildern von Karl Otto Götze auf dem roten Teppichboden gemalt. Keines glich dem anderen.
Da war es am Ende unseres Besuches gar nicht mehr schwierig ein leises und ein lautes Bild in das Skizzenbuch zu malen. Ein leises Bild - Wie malt man denn so was. Leise und laut kann man hören, aber doch nicht malen.
Wer zwei spannende Stunden im Museum für moderne Kunst verbracht hat, für den ist das gar keine Frage. Na klar kann man leise und laute Bilder malen.
