Wir gehören zu einem gemeinsamen Baum - Entdeckungen in Deutschlands größter Moschee

Am 16.Februar 2016 machten sich die Kulturforscher auf den Weg zur nächsten Entdeckungsreise. Das Ziel war diesmal gar nicht so weit weg. Die Merkez Moschee in Marxloh ist die größte und prächtigste Moschee in ganz Deutschland. Die Kinder stellten viele Fragen und untereinander konnten sie viel voneinander lernen.

Christentum, Islam und Judentum sind wie ein Baum. Der Baum bedeutet: Wir glauben alle an einen Gott. Aber die Äste sind unterschiedlich. Viele Geschichten in der Bibel finden sich auch im Koran, dem heiligen Buch der Muslime: die Geschichten von Moses, Noah, Abraham oder Adam und Eva. Auch die 10 Gebote gelten im Islam, im Christentum und bei den gläubigen Juden.

Die Kinder erfuhren wie ein muslimisches Mädchen und ein muslimischer Junge betet, wie der Muezin die Gläubigen zum Gebet ruft, dass es 114 Lichter am großen Leuchter in der Moschee gibt wie die 114 Suren im Koran, dass man sich vor dem Betreten des Gebetsraumes die Schuhe ausziehen muss, dass es einen Waschraum gibt, wo man sich vor dem Gebet waschen kann, dass in der Moschee viele Ornamente ohne Anfang und Ende gemalt sind, aber keine Heiligenbilder wie in christlichen Kirchen. Frauen und Männer beten getrennt voneinander. Für die gläubigen muslimischen Männer ist der Besuch des Gebetes in der Moschee Pflicht, die Frauen müssen nicht kommen. Ein gläubiger Muslim betet fünfmal am Tag und man betet in Richtung Mekka, wo der Prophet Mohammed geboren wurde.

Auch eine Kanzel wie in der Kirche gibt es, aber keine Bänke für die Gläubigen. Die stehen und knien auf einem Teppich. Nur die älteren und behinderten Menschen haben eine Sitzbank in der Moschee.

Für die wunderschöne Bemalung haben 7 Maler mit einem kleinen Pinsel ein halbes Jahr lang gebraucht. Die Farben blau und rot-braun kommen am häufigsten vor. Blau steht den Himmel und rot-braun für die Erde.

Muslimische Kinder an unserer Schule kommen nicht nur aus der Türkei. Viele Kinder kannten sich gut aus und wussten, dass auch Freunde von ihnen Muslime sind, die aus Marokko, Bosnien, Albanien, aus Mazedonien oder aus dem Kosovo kommen.