
Am 9.März 2012 machten sich die Kulturforscher auf ihre nächste Entdeckungsreise. Das Ziel war diesmal gar nicht so weit weg. Die Merkez Moschee in Marxloh ist die größte und prächtigste Moschee in ganz Deutschland. Die Kinder stellten viele Fragen und untereinander konnten sie viel voneinander lernen. Wenige Wochen nach dem Besuch der Salvatorkirche entdeckten sie Gemeinsamkeiten von Gotteshäusern und Religionen ebenso wie Unterschiede.
Christentum, Islam und Judentum sind wie ein Baum. Der Baum bedeutet: Wir glauben alle an einen Gott. Aber die Äste sind unterschiedlich.
Die Kinder erfuhren wie ein muslimisches Mädchen und ein muslimischer Junge betet, wie der Muezin die Gläubigen zum Gebet ruft, dass es 114 Lichter am großen Leuchter in der Moschee gibt wie die 114 Suren im Koran, dass man sich vor dem Betreten des Gebetsraumes die Schuhe ausziehen muss, dass es einen Waschraum gibt, wo man sich vor dem Gebet waschen kann, dass in der Moschee viele Ornamente ohne Anfang und Ende gemalt sind, aber keine Heiligenbilder wie in christlichen Kirche. Frauen und Männer beten getrennt voneinander. Ein gläubiger Muslim betet fünfmal am Tag und man betet in Richtung Mekka, wo der Prophet Mohammed geboren wurde.
Auch eine Kanzel wie in der evangelischen Salvatorkirche gibt es, aber keine Bänke für die Gläubigen. Die stehen und knien auf einem Teppich. Nur die älteren und behinderten Menschen haben eine Sitzbank in der Moschee.
Für die wunderschöne Bemalung haben 7 Maler mit einem kleinen Pinsel ein halbes Jahr lang gebraucht. Die Farben blau und rot-braun kommen am häufigsten vor. Blau steht den Himmel und rot-braun für die Erde.
Muslimische Kinder an unserer Schule kommen nicht nur aus der Türkei. Viele Kinder kannten sich gut aus und wussten, dass auch Freunde von ihnen Muslime sind, die aus Bosnien, Albanien, aus Mazedonien oder aus dem Kosovo kommen.
Neugierig fragte ein muslimisches Mädchen ihre Freundin nach dem Unterschied zwischen den evangelischen Kindern und den katholischen Kinder. Das werden wird bei einem der nächsten Kulturforscherausflüge den Pfarrer der katholischen Kirche St.Elisabeth fragen. Die können wir uns anschauen und brauchen dann nur zu Fuß zu gehen.
