Kultur- und Stadthistorisches Museum Duisburg am 21.3.2014

Wikinger erobern Duisburg? Bau einer großen Stadtmauer? Der älteste Stadtplan?

 

Wer noch nie davon gehört hat, sollte das Museum über die Stadtgeschichte Duisburgs besuchen. Die Geschichte Duisburgs im Mittelalter kann an vier großen Modellen wunderschön angeschaut werden.

Dazu wird erzählt, wie die Leute lebten, was sie zu essen hatten, warum sie Tiere hielten, welche Häuser sie bauten und was die Kaufleute auf den Marktplatz brachten ...

Die Kinder werden in zwei Gruppen geteilt (jüngere Kinder und ältere Kinder) und bekommen eine einstündige Führung mit spannenden Geschichten über Duisburgs Geschichte geboten. Vorher oder nachher spielen wir draußen auf dem Spielplatz an der alten Stadtmauer.

Das Kultur- und Stadthistorische Museum Duisburg liegt am Duisburger Innenhafen in einem alten Speicherhaus. Es wird die Geschichte Duisburgs von der Steinzeit über das Mittelalter bis in unsere heutige Zeit dargestellt. Aus der Zeit des weltberühmten Kartografen Gerhard Mercator, der bis zu seinem Tode 1594 in Duisburg lebte, können zwei Original-Globen bewundert werden.

 

Kultur- und Stadthistorisches Museum Duisburg
Johannis-Corputius-Platz 1
47049 Duisburg

Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterwww.stadtmuseum-duisburg.de

 

Eintrittspreise: Erwachsene 3,00 Euro, Kinder 2,00 Euro

 

Die Tour aus Sicht der Kinder

40 Kinder aus den 3. bis 4.Schuljahren waren im März 2014 dabei: bei der weiteren gemeinsamen Entdeckungsreise durch die Duisburger Kulturlandschaft in diesem Schuljahr.

Wir waren zu Besuch in der neugestalteten Ausstellung des Kultur- und Stadthistorischen Museums der Stadt Duisburg.

Die Kinder könnten an zwei Modellen sehen, wie Duisburg um 1000 nach Christus und im späten Mittelalter um 1500 ausgesehen hat. Auf den Modellen konnte man gut die alte Königsburg und die Salvatorkirche erkennen. Und man sah, wie die alte Stadtmauer die ganze Stadt vor Eindringlingen schützte. Die Kinder konnten nach oder vor dem Museumsbesuch, je nachdem zu welcher Gruppe sie gehörten, die Reste der Stadtmauer im Original ansehen und auch auf den Wehrgang klettern. Dabei konnte man sich wie eine Stadtwache fühlen, die die Bürger beschützte.

Herr Pöhling vom stadthistorischen Museum erklärte den Kindern aber auch, was die Menschen im Mittelalter gegessen haben und wie sie ihre Speisen ohne Tiefkühlschrank haltbar gemacht haben. Manch ein Kind war erstaunt, dass es im Mittelalter noch gar keine Kartoffeln oder Tomaten gab. Es waren Pflanzen der Indianer und Amerika wurde erst am Ende des 15.Jahrhunderts von Kolumbus entdeckt.

Die Neugier der Kinder richtete sich auf ein ganz bestimmtes Ausstellungsstück in der Mittelalterabteilung: den Pranger. Hier wurden zur Strafe Menschen vorübergehend festgebunden. Sie sollten sich für ihre Vergehen schämen. Alle Bürger konnten sehen, wer etwas Unrechtes getan hatte und manch einer warf sogar mit einer faulen Tomate auf den Festgebundenenen. Aber halt - das ging ja gar nicht! Er musste schon einen faulen Apfel nehmen, denn eine Tomate hatten die Duisburger im Mittelalter noch nicht.

(Alle Bilder sind per Mausklick vergrößerbar.)