Zu Gast in der Elisabethkirche in Vierlinden

Zwei Jahre älter als unser Schulhaus ist die Elisabethkirche in Vierlinden. Es ist die katholische Kirche, die die Kulturforscherkinder am 16.Februar 2018 genauer kennenlernten. Pfarrer Knorr nahm sich die Zeit, um die Kulturforscher durch die Kirche zu führen.

Es gab viel zu entdecken: Die Darstellungen auf dem Taufbecken, den Tabernakelschrank, den Grundstein, die Klangschale und die Schellen der Messdiener und die Osterkerze mit den griechischen Buchstaben Alpha und Omega, die für den Anfang und das Ende eines Lebens stehen. Sie wird bei der Taufe angezündet und im Gottesdienst für einen Verstorbenen.

Die Kinder entdeckten den Altar und das Lesepult, das auch Altar des Wortes genannt wird. Der Altar ist mitten in der Kirche und die Gläubigen sitzen beim Gottesdienst um den Altar herum, fast so wie Jesus beim letzten Abendmahl mit seinen Jüngern. Im Altar ist sogar ein kleines Geheimfach in dem heilige Reliquien aufbewahrt werden. Dort gibt es Knochen vom Kardinal Gahlen, der heilig gesprochen wurde und wonach das Gemeindehaus neben der Kirche benannt wurde.

Besonders interessiert waren die Kinder am Tabernakel. Das ist ein griechisches Wort und bedeutet Zelt. Viele der ersten Christen lebten noch nicht in festen Häusern und zogen mit ihren Zelten von Ort zu Ort. Dabei nahmen sie ihrem Glauben nach ihr Brot und gleichzeitig Gott mit. Auf dem Tabernakel sind die Zeichen für die vier Männer angebracht, die in der Bibel von Jesus Leben berichten: Johannes, Lukas, Matthäus und Marcus. Neben dem Tabernakelschrank brennt in jeder katholischen Kirche immer das ewige Licht: eine Kerze, die nie ausgehen darf.

Die Kinder erfuhren etwas aus dem Leben der heiligen St.Elisabeth. Sie war die Schutzpatronin der armen Menschen und gerade deshalb haben die Vierlindener ihre Kirche nach ihr benannt. Sie waren selber arm als sie vor fast 100 Jahren anfingen unseren Stadtteil zu besiedeln.

Elisabeth war die Frau eines Königs und die Reichen wollten nicht, dass sie den Armen hilft. Als die heilige Elisabeth einmal mit einem Korb voller Brot zu den Armen ging, wurde sie von ihrem Mann gefragt: "Was trägt du da unter dem Tuch in dem Korb?" Elisabeth fürchtete, dass der König das Brot entdecken und sie bestrafen würde. Als sie aber den Korb zeigt, war er wie durch ein Wunder voller Rosen. Elisabeth glaubte, dass Gott dieses Wunder bewirkt hatte.