Wir gehören zu einem gemeinsamen Baum - Entdeckungen in Deutschlands größter Moschee

Anfang Dezember machten sich die Kulturforscher auf ihre nächste Entdeckungsreise. Das Ziel war diesmal gar nicht so weit weg. Die Merkez Moschee in Marxloh ist die größte und prächtigste Moschee in ganz Deutschland. Die Kinder stellten viele, viele Fragen und untereinander konnten sie viel voneinander lernen. Wenige Wochen nach dem Besuch der Salvatorkirche entdeckten sie Gemeinsamkeiten von Gotteshäusern und Religionen ebenso wie Unterschiede.

"Christentum, Islam und Judentum sind wie ein Baum. Der Baum bedeutet: Wir glauben alle an einen Gott. Aber die Äste sind unterschiedlich." So fasste das eine Viertklässlerin zusammen. "Und evangelisch und katholisch sind wie Zweige in den Ästen." "Genau so wie alevitisch und sunnitisch."

Die Kinder erfuhren wie ein muslimisches Mädchen und ein muslimischer Junge betet, dass man sich vor dem Betreten des Gebetsraumes die Schuhe ausziehen muss, dass es einen Waschraum gibt, wo man sich vor dem Gebet waschen kann, dass in der Moschee viele Ornamente ohne Anfang und Ende gemalt sind, aber keine Heiligenbilder wie in christlichen Kirche. Frauen und Männer beten getrennt voneinander. Ein gläubiger Muslim betet fünfmal am Tag und man betet in Richtung Mekka, wo der Prophet Mohammed geboren wurde.

Als die Kinder Gebetsketten entdeckten, erklärten die muslimischen Kinder wie das auf türkisch oder marokkanisch heißt und welche Verse man beim Fühlen der Perlen betet. Die katholischen Kinder kannten solche Ketten, die bei den Christen Rosenkranz heißen und in der Türkei Tesbih.

Kirchen und Moscheen sind schöne, prächtige Gotteshäuser darüber bestand Einigkeit. Nun sind die Kinder schon auf den nächsten Besuch gespannt. Denn dann geht es in ein Gotteshaus der Juden, in die Synagoge am Innenhafen.