Unsere Schule kooperiert mit drei europäischen Grundschulen im Comenius-Projekt, das mit Mitteln der EU unterstützt wird. Nachdem beim ersten Kontakttreffen in Istanbul die Kontakte zuden Grundschulen in Belfast, in Madrid und in der Türkei geknüpft wurden, startete das Projekt mit dem Auftakttreffen Mitte November 2007 in Belfast. Ende Mai 2008 besuchten Lehrerinnen unserer Schule gemeinsam mit den nordirischen und spanischen Freunden die türkische Partnerschule in der Nähe von Konya.

Das Projekt dauert zwei Jahre. In dieser Zeit werden Lehrerinnen und Lehrer aus den verschiedenen Ländern untereinander das Unterrichtsprojekt gemeinsam entwickeln und durchführen. Kinder unserer Schule bekommen dadurch vielfältige Lernmöglichkeiten durch den Kontakt zu Kindern anderer europäischer Länder. Unter anderem planen wir neben den Briefkontakten vor allem auch die neuen Medien (Computer, Internet, Mailverkehr und Videokonferenzen) zu nutzen. Es wird für Kinder aus allen Ländern spannend werden per Viedeokonferenz Kontakt aufzunehmen und zu pflegen. Im Schulgebäude wollen wir die Aktivitäten der Kinder regelmäßig präsentieren um auch unsere Eltern neugierig zu machen und mit einzubeziehen.

Inhaltlich wollen alle Schulen gemeinsam für den Schutz unserer Umwelt aktiv werden. Müllvermeidung (refuse), Wiederverwendung (reuse) und Mülltrennung (recycle) sollen praktisch mit den Kindern eingeübt werden.

Gemeinsam wollen wir das von der europäischen Union geförderte Programm zur Umwelterziehung unter den unterschiedlichen Bedingungen in den einzelnen Ländern verwirklichen. Viele Schulen in über 40 europäischen Ländern wurden für ihren Einsatz beim Umweltschutz mit der Green flag ausgezeichnet. Unsere Comeniusgruppe wäre das erste Projekt in Europa, das die Green flag als Gemeinschaftsleistung erwerben könnte. Ein großer Ansporn für alle Kinder aus den vier Partnerschulen.



Am Ende des Jahres 2010 haben wir begonnen, ein Projekt in einem kleinen mexikanischen Dorf zu unterstützen. So wie an unserer Schule vor einem Jahrzehnt mit kleinen Schritten der Aufbau einer eigenen Schülerbücherei begann, so hat uns der Hilferuf einer mexikanischen Schule animiert, den dortigen Kindern und Jugendlichen zu helfen. 

Die Kinder unserer Schule, die regelmäßig und gerne das Schulangebot nutzen, im Gänsefüßchenprospekt preisgünstige Bücher für sich selbst auszusuchen, haben Weihnachten 2010 begonnen, für das Büchereiprojekt zu sammeln.

Unsere Partnerschulen

Spanien: C.E.I.P. Angel Leon in Colmenar Viejo bei Madrid

Die Schule liegt in einer Kleinstadt mit 40.000 Einwohnern in der Umgebung von Madrid. Die Eltern der über 500 Kinder stammen zum Teil ursprünglich aus anderen Ländern wie Marokko oder Rumänien.Die 24 Klassen werden von fast 40 Lehrern unterrichtet.

www.educa.madrid.org/web/cp.angelleon.colmenarviejo

Türkei: Gazi Ilkögretim okulu in Beysehir in der Region Konya

Die Kinder sind zwischen 7 und 15 Jahren alt. Die Schule ist eine der größten in der Kleinstadt Beysehir. Mehr als 800 Kinder werden in 30 Klassen unterrichtet. Es gibt aber auch eine Vorschulklasse für Kinder im Alter von 6 Jahren.

www.beysehirgazi.com

Großbritannien/Nordirland: Harberton School in Belfast

Die Schule fördert Kinder mit besonderem Förderbedarf in vielen Schulen von Nordirlands Hauptstadt Belfast. Die Lehrer der Harbertonschool besuchen die Kinder in ihren Stammschulen, sprechen sich dort mit den Klassenlehrern ab. Die Kinder kommen an zwei Tagen  in  der Woche zum Teil für besondere Förderstunden in die Harbertonschool. Etwa 40 Lehrer kümmern sich um etwas mehr als 150 Kinder, die besondere Hilfe in ihrer Lernentwicklung und im Sozial- und Arbeitsverhalten brauchen. Weitere Lehrkräfte beraten die benachbarten Grundschulen bei der Arbeit mit verhaltensauffälligen Kindern oder Kindern mit Lese- und Rechtschreibschwächen.

http://www.harbertonschool.co.uk/

Mexiko: CEMSAD Nr. 45 Paso de Morelos

 

Das CEMSAD Nr. 45 Paso de Morelos ist eine Dorfschule im Bundesstaat Michoacan im Westen von Mexiko. In dem Dorf leben weniger als 1000 Menschen. Die meisten Dorfbewohner leben von der Landwirtschaft und in Armutsverhältnissen. Die Schule bemüht sich, die Schüler zu einer Berufsausbildung oder einem Studium zu bewegen.

Ein Großteil der Schüler, die einmal das mexikanische Abitur erwerben sollen, hat außer einem Schulbuch noch kein anderes Buch in den Händen gehalten. Den Familien fehlten es an Geld und daran, dass stundenlange Busreisen nötig werden, um in der Kreishauptstadt Morelia einen Buchladen zu finden.

Der Sohn des Schulleiters unserer Schule, Bastian Steuwer arbeitet während eines freiwilligen sozialen Jahres an der Schule und hilft, den Jugendlichen Englisch beizubringen. Gemeinsam mti dem stellvertretenden Direktor Nerero Yanez Toribio haben sie begonnen, in einem kleinen Raum, der ursprünglich einmal als Dorfgefängnis gedacht war, eine kleine Bücherei aufzubauen.